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Dschihad in Syrien - angezettelt von den USA
Der US-Blogger Daniel McAdams hält die Syrien-Politik der
USA für schizophren, und fragt,
warum im Westen nicht darüber berichtet wird, dass die syrischen Rebellen vor
allem Christen verfolgen?
Jeder, der in den letzten Monaten die Politik der USA im
Mittleren Osten verfolgt hat, muss sich fragen, ob Washington verrückt
geworden ist. Die von Susan Rice (der US-Botschafterin bei
den UNO), Samantha Power (einer außenpolitischen Beraterin Obamas, s.blem_from_hell (http://dobbs.foreignpolicy.com/posts/2012/04/23/obama_samantha_power_and_the_problem_from_hell)
) und Hillary Clinton (der US-Außenministerin) gleich dreifach vermasselte US-Außenpolitik unterstützt in Syrien
ganz offen terroristische Angriffe, die, wie mehrere bekannte deutsche Mainstream-Medien aufgeregt
berichtet haben (s. dazu
auch http://m.faz.net/aktuell/politik/arabische-welt/gewalt-in-syrien-deutschland-beteiligt-sich-an- (http://m.faz.net/aktuell/politik/arabische-welt/gewalt-in-syrien-deutschland-beteiligt-sich-an-propaganda-11822065.html)propaganda-11822065.html (http://m.faz.net/aktuell/politik/arabische-welt/gewalt-in-syrien-deutschland-beteiligt-sich-an-propaganda-11822065.html)
), nach Erkenntnissen des deutschen Auslandsgeheimdienstes (BND) von
Organisationen durchgeführt werden,
die Al-Qaida nahestehen [s. http://www.atimes.com/atimes/Middle_East/NG24Ak02.html (http://www.atimes.com/atimes/Middle_East/NG24Ak02.html)
]
Es ist verständlich,
wenn sich US-Bürger, die
erfahren, dass ihre Regierung in Syrien die gleichen Kräfte aktiv unter stützt,
die sie die letzten elf Jahren im nur einige tausend Meilen entfernten
Afghanistan heftigst bekämpft hat,
verwundert am Kopf kratzen.
(Der russische TV-Sender) RT bringt das auf die griffige
Formel: Die Freunde der USA in Syrien und ihre Feinde in Afghanistan sind
identisch. [s. http://www.rt.com/news/ameri- (http://www.rt.com/news/america-friends-enemies-islamists-812/)ca-friends-enemies-islamists-812/ (http://www.rt.com/news/america-friends-enemies-islamists-812/)
]
Als
letzte Woche Syriens christlicher Verteidigungsminister in typischer
Al-Qaida-Manier durch einen Selbstmordattentäter ermordet wurde, haben sich die
USA geweigert, diese Tat als Terrorakt zu
verurteilen. Können Sie sich vorstellen, wie die US-Regierung reagie ren würde,
wenn der US-Verteidigungsminister und der Sicherheitsberater Obamas durch einen
radikalen islamistischen Selbstmordattentäter umgebracht würden? Würde sie das auch nicht als Terrorakt bezeichnen?
Die Krise der Europäischen Union und die Perspektive der Vereinigten Sozialistischen Staaten von Eur
Resolution 1
Vom
22. bis zum 24. Juni fand in Berlin der Parteitag der Partei für
Soziale Gleichheit (PSG) statt. Neben Delegierten aus ganz Deutschland
nahmen daran auch Vertreter des Internationalen Komitees der Vierten
Internationale aus anderen europäischen Ländern, den USA, Australien und
Sri Lanka teil. Im Mittelpunkt der Parteitagsdebatte standen die Krise
der Europäischen Union und die politischen Aufgaben, die sich daraus
ergeben. Sie sind auch Gegenstand der einstimmig verabschiedeten
Hauptresolution, die wir hier wiedergeben. Drei weitere Resolutionen des
Parteitags wird die WSWS in den folgenden Tagen veröffentlichen.
1.
Europa steckt in der tiefsten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen
Krise seit den 1930er Jahren. 67 Jahre nach dem Ende des Zweiten
Weltkriegs hat der europäische Kapitalismus keines seiner grundlegenden
Probleme gelöst. Alle Widersprüche, die den Kontinent in der ersten
Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts in revolutionäre Klassenkämpfe,
faschistische Diktaturen und zwei Weltkriege trieben, brechen wieder
auf. Armut und Arbeitslosigkeit nehmen epidemische Formen an,
demokratische Rechte erodieren, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus
zeigen ihre hässliche Fratze, der Militarismus ist auf dem Vormarsch,
mehreren Ländern droht der Staatsbankrott, die gemeinsame Währung und
die Europäische Union stehen vor dem Kollaps.
2. Ursache dieser
Krise ist das globale Versagen des kapitalistischen Systems. Seit der
Bankrott der US-Bank Lehman Brothers im September 2008 das
Weltfinanzsystem an den Rand des Zusammenbruchs trieb, vertieft sich die
Wirtschaftskrise auf der ganzen Welt. Alle Bemühungen, sie zu
überwinden und die drängenden sozialen Probleme anzupacken, scheitern am
Privateigentum an den Produktionsmitteln, der Krise des
Nationalstaatensystems, der Anarchie des kapitalistischen Marktes, den
ökonomischen Erfordernissen des Profitsystems und nicht zuletzt an der
unstillbaren Habgier der herrschenden Klasse.
Die unersättliche Gier der Finanzmärkte
Obwohl
die meisten Regierungen und Parlamente in den Sommerferien sind, tobt
zwischen den europäischen Hauptstädten ein heftiger Streit um die
Zukunft des Euro.
Der italienische Ministerpräsident Mario Monti
befindet sich auf Europatour, um für eine schnelle Umsetzung der
EU-Gipfelbeschlüsse vom 29. Juni und eine unbeschränkte Ausweitung des
Eurorettungsfonds ESM zu werben. Er hat dabei die Rückendeckung des
französischen Präsidenten François Hollande und stößt auf heftigen
Widerstand aus Deutschland.
Das Volumen des ESM ist derzeit auf
500 Milliarden Euro beschränkt, für die die Mitgliedsstaaten der
Eurozone haften. Der Gipfel vom 29. Juni hatte beschlossen, ESM-Gelder
direkt an Banken zu verleihen, und nicht wie bisher nur an Regierungen.
Damit sollte verhindert werden, dass sich Spanien und möglicherweise
auch Italien unter den Eurorettungsschirm begeben müssen, was dessen
Kapazität weit überfordern und wahrscheinlich das Ende des Euro bedeuten
würde.
Doch obwohl der Gipfel allein für die angeschlagenen
spanischen Banken 100 Milliarden Euro zur Verfügung stellte, gaben sich
die Finanzmärkte damit nicht zufrieden. Nach einer kurzen Entspannung
stiegen die Zinsen für spanische und italienische Anleihen auf neue
Rekordhöhen.
Nun wollen Monti und Hollande den ESM mit einer
Bankenlizenz versehen. Er wäre dann wie eine Geschäftsbank in der Lage,
Kredite bei der Europäischen Zentralbank aufzunehmen und auf dem Markt
Staatsanleihen bedrängter Länder aufzukaufen. Diese Anleihen müsste er
als Sicherheit bei der EZB hinterlegen. Der ESM hätte damit Geldmittel
in unbeschränkter Höhe zur Verfügung, und die EZB würde indirekt
angeschlagenen Staaten durch das Drucken von Geld unter die Arme
greifen.
Kriegszustand in Semzînan
In Şemzînan (Şemdinli) halten die heftigen Gefechte zwischen dem
türkischen Militär und den Volksverteidigungskräften der HPG seit dem
24. Juli weiter an. Die Gebiete, die für das türkische Militär
unzugänglich sind, werden permanent aus der Luft bombardiert.
Die Militäroperation in Şemzînan wurde am 24. Juli begonnen, nachdem
die Guerillakräfte der Volksverteidigungskräfte (HPG) in der Region
Straßenkontrollen durchgeführt haben. Parallel zu den heftigen Gefechten
begann die türkische Luftwaffe das Gebiet zu bombardieren. Durch die
Luftangriffe kann die Zivilbevölkerung von einigen Dörfern in Şemzînan,
die sich zum Zeitpunkt der Angriffe auf der Weide befanden, immer noch
nicht zurück in ihre Dörfer. Mindestens ein Zivilist wurde bisher durch
die Luftangriffe leicht verletzt. Zudem brennen aufgrund der
Bombardierungen gegenwärtig hunderte Hektar von Waldgebieten in der
Region.
Vier strategische Punkte werden seit Anbeginn der
Auseinandersetzungen von der HPG kontrolliert. Das Militär versucht
diese Gebiete mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln zu
entvölkern. In der Innenstadt von Şemzînan herrscht eine angespannte
Ruhe. Die Bevölkerung versucht so wenig wie möglich ihre Häuser zu
verlassen, weil sie ihr Leben durch die angespannte Situation gefährdet
sieht. Sobald es dunkel wird, bleibt die Bevölkerung in ihren Häusern.
Alle Zu- und Ausgänge in das Stadtzentrum von Şemzînan wurden durch das
Militär versperrt.
„Das Militär kann vom Boden aus nichts ausrichten
Der Bürgermeister von Şemzînan Sedat Töre erklärte gegenüber der
Dicle Nachrichtenagentur (DIHA), dass die Bevölkerung unter der
Militäroperation stark in Mitleidenschaft gezogen wird. Das Kerngebiet
der Gefechte liegt nach Töre etwa drei Kilometer vom Stadtzentrum
entfernt und sei ein besonders schwer zugängliches Gebiet. Deswegen
könne das Militär auch vom Boden aus nichts anrichten und bombardiert
das Gebiet seit zwei Tagen ausschließlich aus der Luft. Durch die
Luftangriffe stehen große Waldgebiete in Brand. „Die Türkei ist nicht
auf ein friedliches Miteinander der Völker aus. Deswegen rechnen wir
damit, dass sich die Situation in den nächsten Tagen auch nicht ändern
wird , so Töre weiter.
Die neokonservativen Kriegsverbrecher unter uns
Im
Außenministerium befindet sich ein Büro, das deutsche
Kriegsverbrecher jagt. Der Natur von Bürokratien
entsprechend wird das Büro bis ins nächste Jahrhundert
hinein existieren, wenn eventuell überlebende deutsche
KZ-Bewacher 200 Jahre alt sein werden.
Von Zeit zu Zeit
behauptet das Außenministerium, einen einfachen
deutschen Soldaten gefunden zu haben, der als Wachmann
einem Lager zugeteilt war. Der alte Mensch, der seit 50
oder 60 Jahren in den Vereinigten Staaten von Amerika
gelebt hat, ohne jemandem ein Leid zugefügt zu haben,
wird dann erbarmungslos verfolgt, üblicherweise auf der
Grundlage von Gerüchten. Ich habe nie verstanden, was
das Außenministerium glaubt, was der beschuldigte
Gefängniswächter eigentlich tun hätte sollen -
die Gefangenen befreien, seinen Job aufgeben? -
während preußische Aristokraten, hochrangige deutsche
Generäle und der Feldmarschall und Nationalheld Erwin
Rommel ermordet wurden, weil sie versuchten, Hitler zu
stürzen.
Was das
Außenministerium braucht, ist ein Büro, das
amerikanische Kriegsverbrecher verhaftet.
Solche gibt es
im Überfluss und sie sind nicht schwer zu finden.
Tatsächlich gingen 56 von ihnen an die Öffentlichkeit
mit einem Brief an Präsident Obama, in dem sie
forderten, die Armee der Vereinigten Staaten von Amerika
zu entsenden, damit sie das Werk der Zerstörung Syriens
und seiner Menschen vollende, das Washington begonnen
hat.
Bei dem
Nürnberger Prozessl gegen die besiegten Deutschen nach
dem Zweiten Weltkrieg führte die Regierung der
Vereinigten Staaten von Amerika den Grundsatz ein, dass
das Führen eines Angriffskrieges - was die
Amerikaner in Afghanistan, Irak, Libyen, Somalia,
Pakistan und Jemen getan haben - ein
Kriegsverbrechen ist. Es gibt daher einen sehr
gravierenden Präzedenzfall für das Außenministerium,
diese Neokonservativen zu verhaften, die zu mehr
Kriegsverbrechen aufhetzen.
US-Verteidigungsminister Panetta bedroht Syrien und den Iran
US-Verteidigungsminister
Leon Panetta begann gestern von Tunis aus eine einwöchige Reise durch
den Nahen Osten. Gleich zu Anfang forderte er einen Regimewechsel in
Syrien und drohte dem Iran mit Sanktionen und Krieg.
Panetta wird
in Tunesien Premierminister Hamadi Jebali von der islamistischen
Ennadha-Partei besuchen, außerdem den islamistischen Präsidenten
Ägyptens, Mohammed Mursi, und Feldmarschall Mohamed Hussein Tantawi, den
Chef der ägyptischen Militärjunta, die von den USA unterstützt wird.
Danach wird er nach Israel und danach nach Jordanien zu König Abdullah
II weiterreisen.
Panettas Reisen sollen die Beziehungen des
US-Militärs zu den islamistischen Regimes stärken, die nach den
Massenaufständen der Arbeiterklasse in Tunesien und Ägypten an die Macht
gekommen sind, und gleichzeitig Washingtons militärische Intervention
in der ganzen Region unterstützen.
In der tunesischen Hauptstadt
Tunis diskutierte Panetta mit der Regierung über eine engere
Zusammenarbeit zwischen den amerikanischen und tunesischen
Antiterrorbehörden beim Aufspüren von Gruppen in Mali, die mit Al-Qaida
verbunden sind. Diese Gruppen sind mit Tuareg-Gruppierungen verbündet,
die nach dem Nato-Krieg gegen Libyen im letzten Jahr in den Nachbarstaat
Mali geflohen sind. Sie kontrollieren jetzt den Großteil des Nordens
von Mali, der gegen die Zentralregierung in Bamako rebelliert hat.
Gegenüber
dem Iran wiederholte Panetta die übliche Drohung der Obama-Regierung,
sie „halte sich alle Optionen offen“, auch die eines Krieges.
Während
des Wochenendes unterrichtete der amerikanische nationale
Sicherheitsberater Tom Donilon angeblich israelische Abgesandte über
amerikanische Notfallpläne für Angriffe auf iranische Atomanlagen und
einen Krieg, sollte Teheran sein Atomprogramm nicht aufgeben.
Ein Jahr Anti-Krisen-Proteste in Israel - Vor einem israelischen Frühling"?
Nach der versuchten Selbstverbrennung eines
Demonstranten in Tel Aviv am 14. Juli ist die Protestbewegung in Israel
auch in den internationalen bürgerlichen Medien wieder ein Thema. Der
von Obdachlosigkeit bedrohte Moshe Silman hatte an umstehende
DemonstrantInnen einen offenen Brief verteilt, bevor er sich selbst
anzündete:
„Der Staat Israel hat mich bestohlen und ausgeraubt und mir
nichts gelassen. Von den MitdemonstrantInnen in letzter Minute vor den
Flammen gerettet, wurde er mit lebensgefährlichen Verbrennungen ins
Krankenhaus gebracht. Erinnerungen werden wach an den Gemüsehändler
Mohammed Bouazizi, der mit seiner Selbstverbrennung im Dezember 2010 zum
Symbol der tunesischen Revolution wurde.
Genau ein Jahr nach Beginn der Massenproteste vom vergangenen Sommer
in Israel, als bis zu 500.000 Menschen pro Tag insbesondere gegen
Wohnungsnot, hohe Miet- und Lebenshaltungskosten und „für soziale
Gerechtigkeit auf die Straße gegangen waren und Tausende Protest-Zelte
auf zentralen Plätzen aufgebaut hatten, kam es zu zwei Protestmärschen
in Tel Aviv mit rund 10.000 TeilnehmerInnen und zu Demonstrationen in
Jerusalem, Haifa, Be'er Sheva u.a. Städten.
In Folge der Ereignisse in Tel Aviv zogen in der Nacht zum 15. Juli
Tausende in mehreren Städten durch die Straßen, führten Kopien des
Briefes von Moshe Silman mit sich und skandierten Parolen wie „Wir sind
alle Moshe Silman und „Weg mit Netanjahu . In Tel Aviv blockierten
DemonstrantInnen den Zugang zu Regierungsgebäuden und Hauptstraßen, am
Sonntag fanden weitere Solidaritätsdemos statt.
Privates Kapital soll Chinas Armee stärken
China startet umfangreiche militärische Modernisierungsprogramme
P rivate Investoren
werden in China mehr Möglichkeiten erhalten, in die Rüstungsindustrie zu
investieren. Das berichtet die Zeitung China Daily, bezogen auf den Beschluss des Ausschusses für Verteidigung, Wissenschaft, Technologie und Industrie China und dem Obersten Kommando der Volksbefreiungsarmee (PLA).
Die Volksbefreiungsarmee sollte sich eigentlich nicht über
Finanzierung beklagen. In den letzten Jahren wurde der
Verteidigungshaushalt jährlich um mehr als 10 Prozent aufgestockt, in
diesem Jahr gab es eine Erhöhung um 11%. Chinas Verteidigungsausgaben wachsen schneller als das BIP.
Militärparade zum 60. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik China, Beijing 01.10.2009
Die Erhöhung der Kampfkraft der sog. Volksbefreiungsarmee hat für
Beijing angesichts der internationalen - imperialen - Entwicklung hohe
Priorität. Es wird nicht nur mehr investiert, sondern man ist auch auf
der Suche nach weiteren Finanzierungsquellen für die
Verteidigungsprogramme.
Nun werden private, kapitalistische Unternehmen in der Lage sein, an
der Entwicklung und Produktion von Waffen sowie an der Umstrukturierung
der staatlichen Unternehmen der Verteidigung, des Rüstungssektors
teilzunehmen. Später soll die Liste erweitert und die Entwicklung und
Produktion festgelegt werden, an welchen Waffenprogrammen sich
privatkapitalistische Investoren mit Geld bzw. Investitionen beteiligen
können.
Deutschland beteiligt sich an Kriegsvorbereitungen gegen Syrien
Die deutsche Regierung beteiligt sich hinter den Kulissen seit langem
aktiv am Bürgerkrieg in Syrien und an den Vorbereitungen für eine
militärische Intervention.
Berlin ist eine wichtige Schaltstelle für die vom Westen finanzierte und ausgebildete Free Syrian Army (FSA) und den Syrian National Council (SNC), die hier abgeschirmt von der Öffentlichkeit an Plänen für die Ablösung des Regimes von Baschar al-Assad arbeiten.
Auch
die 70 Staaten umfassende „Freundesgruppe des syrischen Volkes“, die
den bewaffneten Aufstand gegen die syrische Regierung unterstützt,
unterhält in Berlin ein Sekretariat und hat sich Ende Juni in der
deutschen Hauptstadt getroffen.
Bisher fanden viele dieser
Aktivitäten im Geheimen statt. Nach außen bemühte sich die deutsche
Regierung, den Eindruck des Vermittlers zu erwecken und Russland und
China für die Unterstützung einer Syrien-Resolution im UN-Sicherheitsrat
zu gewinnen. Doch damit ist nun Schluss.
Anfang vergangener Woche kündigte der deutsche Außenminister Guido Westerwelle gegenüber der Süddeutschen Zeitung
einen „Wendepunkt“ in der Syrienpolitik an. Die deutsche Regierung
setzt nicht länger auf ein Vorgehen mit Rückendeckung des
UN-Sicherheitsrats, sondern auf einen Alleingang der „Freunde Syriens“,
auch gegen den ausdrücklichen Willen von Russland und China.
In
einem Papier des Auswärtigen Amtes für die europäischen Partnerstaaten
heißt es, die Regierung Assad werde nicht mehr in der Lage sein, die
volle Kontrolle über das Land zurückzugewinnen. Weil der Sicherheitsrat
aufgrund der Ablehnung eines militärischen Eingreifens durch Russland
und China blockiert sei, müssten andere Wege gefunden werden, die Gewalt
einzudämmen und Vorkehrungen für einen Wiederaufbau nach dem Ende des
Regimes zu treffen.
Der Kampf der asturischen BergarbeiterInnen und die sozialen Bewegungen im spanischen Staat
Seit Wochen wehren sich die BergarbeiterInnen von Asturien gegen die
drakonischen Sparprogramme der konservativen Regierung Rajoy. Das
Sparprogramm der Regierung sieht vor, die Bergbausubventionen um 64% zu
kürzen. Dadurch wären 50 000 Arbeitsplätze im Bergbau wie auch anderen
Sektoren bedroht.
Für ganze Landstriche in den nördlichen Regionen des
spanischen Staates (Asturien, Aragon, Leon) hätte dies ökonomischen
Zerfall und noch weitere soziale Verelendung zur Folge.
Neu sind diese Pläne freilich nicht. Bereits die Vorgängerregierung der
„Sozialistischen Partei (PSOE) plante die Subventionen bis zum Jahr
2018 runterzufahren.
Allerdings verfolgte sie dieses Ziel mit einer
ausgeklügelten Salamitaktik und mit Einbindung und Unterstützung der
bürgerlichen Gewerkschaftsapparate von UGT und CCOO. Angesichts der sich
dramatisch zuspitzenden Krise entschloss sich die konservative
Regierung des „Partido Popular diese Pläne vorzuziehen und ohne die
sonst übliche gewerkschaftliche Anästhesie durchzuboxen. In Anbetracht
der resolut zur Schau getragenen Härte und Kompromisslosigkeit der
Regierung erkannten die BergarbeiterInnen schnell die Aussichtslosigkeit
von Verhandlungen bzw. eines „politisch korrekten Vorgehens. Sie
traten in einen unbefristeten Streik und besetzten die Minen. In ganz
Asturien wurden wichtige Straßen und Autobahnen sowie Bahngleisen
blockiert. Dabei kam es zu heftigen Auseinandersetzungen mit der
Polizei.
Der Ex-Ministerpräsident Uwe Barschel - Stirbt die Selbstmordthese auf Raten?
Seit dreißig Jahren werden KritikerInnen, die den Mord an dem
ehemaligen CDU-Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein Uwe Barschel
für wahrscheinlicher halten als die Selbstmordthese, als
VerschwörungstheoretikerInnen oder Konspirologen, also Spinner
bezeichnet.
Wer genug Zeit hat und die Geduld nicht verliert, wird gelegentlich
belohnt:
25 Jahre nach dem ›mysteriösen‹ Tod von Uwe Barschel kommt eine
kriminaltechnische Untersuchung zu dem Ergebnis, dass Uwe Barschel in
seinem Hotelzimmer, wo er Selbstmord begangen haben soll, nicht alleine
war: »LKA-Spezialisten hätten auf Socken, Krawatte und der
Strickjacke, die Barschel in der Nacht seines Todes im Genfer Hotel Beau
Rivage trug, Rückstände sichergestellt, so CDU-Mann Kalinka. Laut Welt
am Sonntag ist das genetische Material des Unbekannten noch gut genug
erhalten, um es mit möglichen Verdächtigen vergleichen zu können. Der
neue DNA-Fund stützt die Theorie, dass Barschel zum Zeitpunkt seines
Todes nicht wie bisher angenommen allein in seinem Hotelzimmer war.« (Der Spiegel vom 28.7.2012)
Dass Spuren beseitigt werden, offensichtlichen Hinweisen
nicht nachgegangen wird, dass Ermittlungen behindert werden, wissen wir
nicht erst seit der neonazistischen Mordserie des NSU. Und
selbstverständlich kann man annehmen, dass weder im Fall NSU, noch im
Fall Barschel geschlampt wurde. In beiden Fällen darf man davon
ausgehen, dass das Ergebnis so gewollt war, dass es einer koordinierten
Anstrengung bedurfte, eine offizielle Version in die Welt zu setzen -
gegen alle anderen, mindestens ebenso gut begründete Tatverlaufe.
Bekanntermaßen bringen sich deutsche Politiker nicht allzu oft selbst
um. Genau so wenig ist davon auszugehen, dass es allzuoft Gründe gibt,
einen deutschen Politiker aus Gründen der Staatsraison umzubringen.
Genau aus diesen Gründen lohnt es sich, den Barschel-Fall noch einmal
politisch ins Gedächtnis zu rufen. Er ist u.a. eng mit der Atompolitik
verknüpft - im zivilen, wie militärischen Sinne.
Propaganda und Nachrichten aus Aleppo
Peter Lee hat in einem Artikel bei der derzeit gerade gekillten
CIA-nahen, aber ansonsten rhetorisch kritischen Internetzeitung Asia
Times behauptet, die Strategie der NATO-Staaten in Bezug auf Syrien
würde derzeit angesichts der sich abzeichnenden Niederlage ihrer Truppen
in Aleppo darin bestehen, die Clowns zu schicken (http://friday-lunch-club.blogspot.com/2012/07/send-in-clowns.html).
Da solch unzuverlässige Quellen per se nicht glaubwürdig sind, sollen
im folgenden Propaganda und Nachrichten zur gegenwärtigen Anti-Terror-Operation der syrischen Armee (http://nocheinparteibuch.wordpress.com/2012/07/29/anti-terror-operation-der-syrischen-armee-macht-gute-fortschritte/) in Aleppo (http://nocheinparteibuch.wordpress.com/2012/07/26/was-in-aleppo-derzeit-wirklich-geschieht/) gegenübergestellt werden.
Zunächst sollen hier Nachrichten zu den
Auseinandersetzungen in Aleppo aus Quellen thematisiert werden, die den
von der US-Webseite Wikipedia definierten Kriterien an zuverlässige
Quellen genügen.
Die zuverlässige Quelle AFP berichtete (http://au.news.yahoo.com/world/a/-/world/14399801/aleppo-to-be-syria-armys-graveyard-rebel-chief/)
am frühen Montag Morgen australischer Zeit, Colonel Abdel Jabbar
al-Oqaidi, der Kommandeur der Miliz FSA in Aleppo habe erklärt, Aleppo
werde zu einem Friedhof für die syrische Armee. In einem in nächtlicher
Dunkelheit geführten Interview in der Nähe von Aleppo hat der
Kommandeur erklärt, die syrische Armee könne nicht in die Stadt
gelangen.
Die zuverlässige Quelle Reuters berichtete (http://news.yahoo.com/rural-fighters-pour-syrias-aleppo-battle-105830615.html)
am Sonntag Mittag aus Aleppo, ein Rebellen-Kommandeur Abu Hashish habe
in einem Dorf in der Nähe von Aleppo erklärt, die Einwohner von Aleppo
seien unzuverlässig und deshalb würden seine Kämpfer nun Aleppo
befreien. 80% der Anti-Regierungs-Kämpfer in Aleppo seien Leute aus den
umliegenden Gegenden. Eigentlich wollten die Bewohner von Aleppo nicht
gegen die Regierung aufbegehren, weil sie eigennützig seien und
kurzfristig denken würden, aber nun müssten sie auch einen Teil der
Last der Revolution tragen. Reuters sagt, die Gebiete von Aleppo, in
denen Rebellen sind, scheinen von den Einwohnern völlig verlassen worden
zu sein und die Rebellen würden Häuser als Basen benutzen, wo sie drin
schlafen.
Politisch-ökonomische Situation - Klassenkampf im Herzen der Bestie
Mit der Finanzkrise von 2009 begann eine neue Periode in
der imperialistischen Epoche, eine Periode des global krisenhaften
Kapitalismus.
Seit den 1980ern können die imperialistischen Zentren den Tendenzen
zu Überakkumulation und Profitratenfall nur durch Erhöhung der
Ausbeutungsrate entgegenwirken. Damit verbunden ist der Zwang zur
beständigen Globalisierung von Produktion und Handel, zu beständig
steigender Kapitalintensität, zu einer Aufblähung des Finanzsektors
sowie wachsenden Finanzproblemen des Staates und enormen
Spekulationsblasen. So hatten 1980 das Weltsozialprodukt und
Finanzvermögen noch etwa dieselbe Höhe, 2011 war das Finanzvermögen
dagegen schon 3,7 Mal höher! Diese immer stärker vom Finanzmarkt
getriebene Akkumulation kann ganze Volkswirtschaften in den Ruin stürzen
und belastet die „Realwirtschaft mit einer immer höheren Zinslast.
Mit den schweren Erschütterungen des Finanzsystems 2007-09 ist dieses
neoliberale Akkumulationsregime aus dem Gleichgewicht geraten. Die
Stabilisierungsmaßnahmen konnten zwar den Zusammenbruch verhindern, aber
kein neues Gleichgewicht herstellen. Hier einige Merkmale der
generellen Instabilität:
Die
„Rettungsprogramme haben die Staatsfinanzen in eine prekäre Situation
gebracht. Sie dienen letztlich der Aufrechterhaltung des aufgeblähten
Finanzsektors (Bedienung von Zinsforderungen) und sind daher im Rahmen
von „Sparprogrammen zusätzliche Belastungen für die Ökonomie.
Die Geldmengen,
die im Rahmen der Stabilisierungspolitik der Zentralbanken ins
Unermessliche gesteigert wurden, machen sich immer mehr in Inflation
spürbar - mit Auswirkungen auf Nahrungsmittel- und Rohstoffpreise. Wie
immer sind die Ärmeren davon am meisten betroffen.
Mit der Krise
sind die USA sowohl als „Konsument der letzten Instanz als auch als
wirtschaftspolitischer Hegemon stark geschwächt. Die BRIC-Staaten
(Brasilien, Russland, Indien, China) und einige rohstoffreiche Länder
wie die OPEC-Staaten haben sich größere Freiräume geschaffen. Auch
Deutschland als EU-Führungsmacht hat mehr Gewicht in der Weltarena.
Durch die große Rolle der Industrie in der deutschen Ökonomie kann diese
in einer Periode zweifelhafter Erträge im Finanzbereich stabile Gewinne
garantieren und ist damit eindeutig ein Gewinner der Krise, speziell im
Verein mit den vorgenannten Regionen. Damit ist aber auch das Geflecht
der inner-imperialistischen Beziehungen aus dem Gleichgewicht geraten.
Griechenland: Angst, Wut und Illusionen
Nach den Juni-Wahlen in Griechenland
begrüßte US-Präsident Obama das Ergebnis als eine Chance für die neue
Regierung, „den Weg der Reform weiter zu
beschreiten und dies auf eine Weise zu tun, die dem griechischen Volk
Aussichten auf Erfolg und Wohlstand eröffnet.
Diese Worte wirkten heuchlerisch,
unterscheidet sich doch die neue Koalition politisch nur geringfügig von der
Koalition, die vom vergangenen November bis zu den Wahlen im Mai regiert hatte.
Es war diese Koalition, die Georges Papandreou abgelöst hatte, die die
Bedingungen für die 130 Milliarden-Rettungsaktion akzeptiert hatte. Es war
diese Koalition, die die ohnehin brutalen Sparmaßnahmen noch verschärft hatte.
In den letzten Wahlen schürten Neo Dimokratia und PASOK, jene Parteien, die
seit 1974 Griechenland ununterbrochen regiert hatten, Ängste, dass die
Geldanlagen trocken gelegt werden sollen und dass sich die Wirtschaft, die sich
nach fünf Jahren der ununterbrochenen Rezession bereits in einer tiefen Krise
befindet (mit einer Bevölkerung, die bereits schlimmste Ausplünderungen über
sich ergehen lassen musste), einer noch schlimmeren Katastrophe gegenübersieht.
Und sie befinden sich noch immer an der Macht, und zwar mit dem Beistand einer
kleinen linken, nicht rechten Partei.
Doch nachdem Ministerpräsident Samaras
der Regierung endlich alle Zahlen genannt hatte, änderte sich Melodie etwas.
Die Koalitionsparteien kamen darin überein, dass sie einige Aspekte des
Vertrages mit ihren internationalen Gläubigern neu verhandeln wollen. Sie
wollen „zwei weitere Jahre, bis 1916, um
das öffentliche Defizit auf unter drei Prozent des Bruttosozialprodukts zu
drücken. Dies werde der Regierung ermöglichen, ihre fiskalischen Ziele zu
erreichen, ohne weitere Einschnitte bei den Löhnen, Renten und bei den
öffentlichen Investitionsprogrammen vorzunehmen. Stattdessen sollen
Einsparungen vorgenommen werden, indem die Korruption, die Verschwendung
öffentlicher Ausgaben, die Steuerhinterziehung und die Schattenökonomie
angegangen werden (Kathimerini, 24. Mai 2012).
Wer kämpft in Syrien?
Während
die westliche Presse die Freie Syrische Armee [FSA] als eine
revolutionäre Armee darstellt, sagt Thierry Meyssan seit mehr als einem
Jahr, dass es sich im Gegenteil um eine konterrevolutionäre Aufstellung
handelt.
Ihm zufolge wäre sie allmählich aus den Händen der
reaktionären Golfmonarchien zur Türkei übergegangen, die für die NATO
handelt. Solch eine gegenströmige Behauptung benötigt einer begründeten
Demonstration...
Seit 18 Monaten ist Syrien das Opfer von Unruhen,
die nicht aufgehört haben zuzunehmen, um ein großer bewaffneter Konflikt
zu werden, der bereits den Tod von etwa 20.000 Menschen verursacht
hatte. Wenn es auch Konsens über diese Feststellung gibt, divergieren
darüber hinaus die Erzählungen und Interpretationen.
Für die westlichen Staaten und ihre Presse würden die Syrer eine
westliche Lebensart in einer Markt Demokratie anstreben. Den
tunesischen, ägyptischen und libyschen Modellen des arabischen
Frühlings folgend hätten sie sich aufgelehnt, um ihren Diktator Baschar
Al-Assad zu stürzen. Dieser hätte die Demonstrationen im Blut
unterdrückt. Während der Westen gewünscht hätte zu intervenieren um das
Massaker zu stoppen, hätten sich die Russen und Chinesen aus Berechnung
oder aus Menschenverachtung der Intervention widersetzt.
Stattdessen hätten die Vereinigten Staaten für alle Staaten, die
nicht von den USA zu Vasallentum reduziert wurden und für ihre Presse
eine Operation gegen Syrien gestartet, die von lange her geplant war.
Zuerst durch ihren regionalen Verbündeten, und dann direkt, hätten sie
nach dem Vorbild der Contras von Nicaragua bewaffnete Banden
infiltriert, die das Land destabilisierten. Jedoch hätten sie dort nur
eine sehr geringe interne Unterstützung gefunden und eine Niederlage
erlitten, während die Russische Föderation und China die NATO verhindert
hätten, die syrische Armee zu zerstören und das regionale Gleichgewicht
zu brechen.
Wer hat Recht? Wer täuscht sich?
Interview: Bergarbeiterinnen im Streik
Die BergarbeiterInnen im Spanischen Staat streiken seit acht
Wochen. Subventionen zur Schaffung neuer Arbeitsplätze wurden meist
zweckentfremdet. Unter den Streikenden sind auch viele Frauen. Ein
Gespräch mit Maria González, Bergarbeiterin aus der Grube María Luisa
in Asturien.
Seit Wochen streiken BergarbeiterInnen im Spanischen Staat
gegen die Kürzung von staatlichen Subventionen um zwei Drittel. in deren
Folge werden Minen geschlossen und Tausende Kumpels entlassen. An dem
Arbeitskampf in Asturien sind nicht wenige Frauen beteiligt. Wie viele
arbeiten unter Tage?
In der Grube María Luisa arbeiten 2000 BergarbeiterInnen, darunter
200 Frauen. Ich fing mit 29 Jahren an. Zuvor haben wir einen langen
Kampf dafür geführt, dass Frauen in den Minen arbeiten können. Jeden Tag
fahre ich 689 Meter unter die Erde, in einem Käfig , wie wir es
nennen. Wir wissen, zu welcher Uhrzeit wir reinfahren, aber nicht, ob
wir wieder rauskommen. Es ist eine sehr harte Arbeit in der Mine, für
Männer und für Frauen. Deswegen sind wir aber auch so entschlossen und
kämpferisch. Mein Großvater arbeitete in der Mine und mein Vater auch,
dort starb er im Alter von 47 Jahren. Es war besonders schwer für meinen
Bruder, in der Grube zu arbeiten, in der mein Vater gestorben ist.
Was für Jobs machen Frauen in den Minen?
Wir machen die gleiche Arbeit wie die Männer. Aber natürlich ist es
schwieriger für eine Frau, zum Beispiel wegen der fehlenden Toiletten
unter Tage. Dennoch behandeln uns die Männer mit viel Respekt, zumindest
im Vergleich zu anderen Sektoren, in denen ich gearbeitet habe. Es gibt
viel Kameradschaft, weil wir alle die gleiche, harte Arbeit machen.
Spannungen beim China-Afrika-Gipfel
Letzte
Woche hielt die chinesische Staatsführung wieder einen Gipfel mit
afrikanischen Staaten ab, an dem sechs Staatschefs und Minister aus 50
Ländern teilnahmen. Um seinen Einfluss auf dem afrikanischen Kontinent
zu vergrößern, hat China eingewilligt, Kredite in Gesamthöhe von zwanzig
Milliarden Dollar zu verteilen – doppelt so viel, wie bei dem letzten
Forum zur chinesisch-afrikanischen Kooperation vor drei Jahren
angekündigt.
Als Reaktion auf die Kritik des Westens an Chinas
„Neokolonialismus“ betonte Präsident Hu Jintao in seiner Rede auf dem
Forum, dass eine „neue Art“ von strategischer Partnerschaft zwischen
China und Afrika aufgebaut worden sei. „Wir sollten uns dagegen wenden,
dass die Großen die Kleinen unterdrücken, die Starken die Schwachen und
die Reichen die Armen,“ erklärte Hu. Er versprach, China werde ein
„guter Freund, guter Partner und guter Bruder“ sein.
Hu
rekapitulierte, was China schon für Afrika getan hat: Es hat
Vorzugsdarlehen in Höhe von fünfzehn Milliarden Dollargegeben, 100
Schulen gebaut, außerdem 30 Krankenhäuser, 30 Malaria-Behandlungszentren
und zwanzig Technologie-Demonstrationszentren; außerdem wurden
insgesamt 40.000 afrikanische Facharbeiter ausgebildet und 20.000
Stipendien vergeben.
Peking hat die staatlichen Medien
angewiesen, die Anschuldigungen von „Neokolonialismus“ zu kontern. Die
Nachrichtenagentur Xinhua erklärte, der Vorwurf sei „parteiisch und
unbegründet“, da die afrikanisch-chinesischen Beziehungen auf
„Gleichheit und gegenseitigem Vorteil beruhen... Fakten sind
überzeugender als Worte.“ Sie betonte, China habe „Afrika mit dringend
benötigten Produkten und Technologien beliefert und einen riesigen Markt
für seine Güter geschaffen.“
Die Vorwürfe der USA und der
europäischen Mächte, China betreibe Kolonialismus, sind lediglich von
der Sorge um die eigenen strategischen und wirtschaftlichen Interessen
bestimmt, die durch Peking gefährdet werden. Im 19. Jahrhundert wurde
Afrika unter den imperialistischen Staaten aufgeteilt, und seither
wurden seine Rohstoffe und seine Arbeitskräfte von den amerikanischen
und europäischen Konzernen als ihr Eigentum angesehen. Die Großmächte
wollen diesen Status Quo beibehalten und China aussperren.
Interview mit einem syrischen Ex-Rebellen
In der Stimme Russlands ist auf russisch ein interessantes Interview mit einem syrischen Ex-Rebellen aus der Gegend von Hama veröffentlicht (http://rus.ruvr.ru/2012_07_26/Kogda-shli-na-operaciju-nam-davali-raznie-tabletki/) worden. Nachfolgend findet sich eine grobe - maschinengestützte - Übersetzung des Interviews in die deutsche Sprache.
Als wir Operationen durchführen gingen, haben sie uns verschiedene Tabletten gegeben.
Wieviel wird für einen bewaffneten Angriff bezahlt, und warum ist es
nicht beängstigend zu töten? Offenbarung eines ehemaligen
Rebellenkämpfers der freien syrischen Armee, der vor kurzem auf die
Regierungsseite übergelaufen ist, in der Stimme Russlands
- Sagen Sie uns bitte: wie heißen Sie und woher kommen Sie?
- Mein Name ist Youssef Naami und ich kämpfte in der Gegend von Hama.
- Wie ist es gekommen, dass Sie ein Kämpfer der unversöhnlichen militanten syrischen Opposition geworden sind?
- Unter den jungen Männern, mit denen ich aufgewachsen bin, gab es
den Scheich Ayman Al-Khalid. Er sprach mit uns, sagte, dass wir für das
Wohl des Vaterlandes, im Interesse des Glaubens, hinabgesandt seien für
eine wichtige Mission, die beinhaltet, gegen die sündigen Machthaber zu
kämpfen und so weiter. Nun, jetzt verstehe ich, dass uns das Gehirn
gewaschen wurde. Ja und als Ergebnis dieser Gespräche hatten wir die
Idee, dass etwas getan werden muss, laut unsere Unzufriedenheit zu
verkünden, Demonstrationen abzuhalten, um allen Menschen zu sagen, dass
wir so eine Macht nicht brauchen und dass das Land gerettet werden muss.
Wir dachten so, und haben das aufrichtig geglaubt.
- Entschuldigen Sie, aber wie alt sind Sie?
Sommerspiele 2012: Olympia-Wahnsinn
London ist Gastgeber der 30. Olympischen Spiele, die ein
weiteres sportliches Spektakel werden und „das Beste Britanniens zum
Vorschein bringen sollen. Sie werden auch als eine beispiellose
Möglichkeit für die Stadterneuerung und private Investitionen im East
End verkauft, die natürlich der Verbesserung unser aller Lebensqualität
dienen sollen.
Die versprochenen privaten Investitionen, die die Olympia-Stadien und
Neubauten hätten finanzieren sollen, kamen erst gar nicht zustande, so
dass die Masse der Steuerzahler die Zeche für die enorm teuren
Olympia-Komplexe bezahlen muss.
Die Olypmia-Stadt hat sich zudem in eine militarisierte Zone
verwandelt, die mit Heer und Marine gesichert und von Hubschraubern und
Typhoon-Jets der Royal Air Force regelmäßig überflogen wird. Die
BewohnerInnen, die gegen den Einbau von Boden-Luft-Raketen auf ihren
Dächern protestiert haben, wurden mit Vertreibung bedroht.
Die wahre Bedeutung des Begriffs Stadterneuerung wurde mit einem
Schlag hunderten BewohnerInnen klar: durch eine Kombination aus Kürzung
des Wohngelds und steigenden Mieten erzwang der Bezirk Newham in einem
Akt sozialer Säuberung die Zwangsumsiedelung hunderter EinwohnerInnen
nach Stoke-on-Trent für die Zeit der Spiele. Ihre Rückkehr ist ungewiss.
So spiegeln auch die Olympischen Spiele die Absurdität der
kapitalistischen Gesellschaft wider, wo Milliarden dafür verwendet
werden, das am Sport verdienende Kapital (Ausrüster, Werbung, Baufirmen
usw.) in Szene zu setzen, während gleichzeitig Sozialleistungen für die
Armen gekürzt werden und ganze Staaten unter der ihnen aufgebürdeten
Schuldenlast kollabieren.
Willkommen zum neuen Großen Spiel
Der
Westen ist nicht gerade daran interessiert, einen arabischen Frühling
entlang der Seidenstraße zu fördern. Vielmehr ist ihm am Aufbau
dauerhafter Militärbasen-Allianzen gelegen. Die zwei großen Gegenspieler
der USA/NATO, Russland und China, bauen indes an nachhaltigen
wirtschaftlichen Partnerschaften, die noch zu großen Bündnissen werden
können.
Nordafrika und Zentralasien scheinen die gleichen Übel zu teilen:
Diktaturen, weit verbreitete Korruption, Armut, hohe
Jugendarbeitslosigkeit, totale Kontrolle der Medien, und einen sehr
begrenzten politischen Raum für jede Opposition.
Kein Wunder, dass der anfängliche Schub des arabischen Frühlings in
Nordafrika - ein populärer Kampf für die Demokratie - Angst unter den
meisten Regierungen entlang der Seidenstraße verbreitete. Mehr als die
Demokratie sahen sie das Gespenst der Islamisierung. Deshalb die
Sperrung von Facebook und Twitter, das Einsetzen der
Made-in-China-Internet-Filter - gekoppelt mit dem Fehlen eines
pan-zentralasiatischen Fernsehsenders im Al-Jazeera-Modell, um die
Botschaft zu verbreiten.
Zentralasiatischen Machthaber haben Gründe, im Zorn zurückzublicken -
und Angst - über das, was in Ägypten und Syrien passiert. Islam Karimow
in Usbekistan und Nursultan Nasarbajew in Kasachstan sind jetzt jeweils
seit 21 Jahren an der Macht gewesen. Emomalii Rachmon in Tadschikistan
war Präsident des Landes seit dem blutigen Bürgerkrieg in den 1990er
Jahren.
Gewiss, es gab einen politischen Wandel in Turkmenistan im Jahre
2007, als der extravagante Saparmurad Nijasow gestorben war. Aber die
Schlange fuhr fort, sich unter dem neuen Führer, Gurbanguly
Berdymuchammedow, in der gleichen Art zu verhalten.
"Wer Folter befürwortet, foltert mit!" Deswegen: Folterbefürworter müssen öffentlich benannt und kenntlich gemacht werden.
gehe zu: Denn sie wissen, was sie tun