Linke Zeitung
IBM führt globale Tagelöhnerei ein
IBM
(International Business Machines Corporation) galt einst als Pionier
auf dem Gebiet der Computertechnologie. Nun betätigt sich der
Großkonzern mit Sitz in den USA, der weltweit über 400.000 Leute
beschäftigt, als Pionier einer modernen Form der globalen Tagelöhnerei.
Deutschland dient dabei als Pilotprojekt für eine radikale
Neuorganisation der bestehenden Arbeitsstrukturen auf der ganzen Welt.
IBM
soll auf eine Kernbelegschaft reduziert werden. Von den gut 20.000
Beschäftigten in Deutschland sollen mindestens 8.000 ihren festen
Arbeitsplatz verlieren und durch flexibel einsetzbare externe Kräfte
ersetzt werden. Das geht aus einem internen Strategiepapier hervor, das
dem Spiegel vorliegt.
Das „Liquid“ genannte Programm
sieht vor, die externen Arbeitskräfte je nach Bedarf flexibel
einzukaufen. Die Anheuerung der externen IT-Spezialisten und Fachkräfte
soll über eine eigens gegründete Internetplattform erfolgen, die in Form
einer so genannten Cloud (Wolke) betrieben wird.
Als Cloud
bezeichnete die IT-Branche bislang kurzfristig verfügbare Hard- und
Software, die sich für den Nutzer nicht sichtbar (daher der Name Cloud)
auf international vernetzten Rechnern befindet. Der Zugriff geschieht
meist über das Internet. Sinn und Zweck von Cloudlösungen ist eine
Senkung der Kosten, da die Ressourcen zwar jederzeit bereitstehen, aber
nur für die Zeit des Nutzens bezahlt werden müssen.
Dieses Modell
soll nun in breitem Maßstab auch auf Menschen angewendet werden. Die
derzeit noch fest angestellten IBM-Beschäftigten sollen sich zukünftig
als freie Mitarbeiter weltweit in einer „Talent-Cloud“ präsentieren. Um
Teil der Cloud zu werden, müssen sie sich nach Qualitätsmerkmalen
zertifizieren, die IBM vorgibt. Allerdings sollen nicht nur IBM, sondern
auch andere Unternehmen die Menschen-Cloud nutzen.
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Dresden: Kampf dem Faschismus!
Am 18. Februar werden AntifaschistInnen aus ganz
Deutschland und Europa in Dresden der jährlichen Großdemo der Nazis
entgegen stellen. Unklar ist bislang aber, ob die Nazis überhaupt
kommen. Immerhin haben sie jetzt zwei Jahre hintereinander deutliche
Niederlagen erlitten und konnten ihre „Gedenkdemo für die Opfer der
Luftangriffe nicht durchziehen.
Die Blockaden mit tausenden
AktivistInnen haben den FaschistInnen und den Bullen gezeigt, dass eine
antifaschistische Massenaktion erfolgreich sein kann und an diesem Tag
die Staatsmacht eben nicht den Weg für die Nazis freiprügeln kann.
Zumindest eine rechte Demo ist angemeldet. Die „Freien Kräfte
organisieren einen „Trauer/Fackelmarsch am 13. 2. Derzeit weist jedoch
nichts auf eine Mobilisierung der Nazis für den 18. Februar hin. Die
letzten beiden Jahre organisierte die Junge Landmannschaft Ostpreußen
die „Großdemos am Wochenende. Das Versagen der JLO dabei hat wohl dazu
geführt, dass andere relevante regionale Kräfte ihnen die Unterstützung
entzogen haben.
Egal, wann und wo die Faschisten im Februar in Dresden aktiv werden:
wichtig wird sein, dass ihnen geeinter und entschlossener Widerstand
entgegentritt! Deshalb ist es auch wichtig, dass die Linke ihre
Mobilisierung aufrecht erhält.
Der vermeintliche Rückzug der Nazis aus Dresden sollte nicht
verwechselt werden mit einem „Sieg über die rechtsextremen Kräfte in
der BRD. Die objektiven Verhältnisse, d.h. die imperialistischen Krise,
die damit einhergehende verschärfte Konkurrenz innerhalb des Kapitals
und des Kleinbürgertums sowie die Verschlechterungen für immer größere
Schichten - all das ist der Nährboden für rechte Ideologie und
rechtsextreme Organisationen.
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Die Vetos der USA
Angewidert von Schabracken
Reden
wir heute mal in der Diktion von Susan Rice und Killary Clinton -
freilich ohne uns auf deren Niveau zu begeben. Mit Schaum vorm Mund
sonderten die wütenden US-Amazonen irgendwas von „angewidert ab. Selten
hat man diese Schabracken so fassungslos gesehen. Der französische
Kriegsminister will Russen und Chinesen in den Hintern treten. Prolls
und Hofnarren des Imperiums.
Diese Ausbrüche offenen Hasses sind nichts
weiter als der Ausdruck der blamierten Arroganz einer Clique von
Kriegsverbrechern ausser Rand und Band. Die imperialistischen Staaten
wähnten sich nach der (von einer korrupten bzw. in Geiselhaft
befindlichen UNO ermöglichten) Aggression Libyens am Ziel ihrer Träume:
(Kolonial-)Kriege führen wann immer das Imperium will und sie von der
UNO als Feigenblatt absegnen lassen. Das haben China und Russland mit
kühlem Kopf verhindert.In den Redaktionsstuben der Konzern- und Staatsmedien tun die Heuchler und ihre Spitzbuben allerdings nun so als wäre ein Veto etwas Schreckliches.
Stellen
wir einfach mal fest: 1. Russland und China haben mit dem Veto Syrien
vor einem Krieg wie in Libyen bewahrt. 2. Ein Veto war das einzig
richtige Zeichen an die NATO-Psychopathen, die offenbar wirklich
glaubten sie regieren die Welt. Psychopathisch ist durchaus
zutreffend, wenn man bedenkt, dass der US-Heimatschutz-Aufseher Joseph
Lieberman in München verkündete, man wolle Russland und China
international isolieren. Offensichtlich hat der noch keinen Blick auf
die politische Landkarte geworfen.Der größte Scheinheiligkeit aber war, sich als Menschenrechtler aufzuplustern, den Chinesen und Russen das Veto vorzuwerfen und Lieschen Müller vorzumachen, ein Veto wäre höchst ungewöhnlich und verwerflich.
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Ägypten: Nach den riots- vor dem Generalstreik"
Auch am gestrigen Montag gab es weiter Auseinandersetzungen in Kairo. Dabei starben zwei Menschen.
Ein Mann wurde von Dach des Finanzministeriums herunter gestossen,
ein Demonstrant starb an den Folgen seiner Verletzungen, die er aufgrund
des Einsatzes von „Vogelschrot erlitten hatte.
Beide Opfer wurden nach Angaben von Augenzeugen von Männern in Zivil getötet.
Andere Aktivisten berichteten, dass sie nach den ganzen Tag
anhaltenden Kämpfen mit den Bullen am Abend von bewaffneten Leuten in
Zivil aus scharfen Waffen beschossen worden seinen.
In den unabhängigen ägyptischen Medien werden auch an den Kämpfen nicht
Beteiligte zitiert, die angaben, Feuer aus automatischen Waffen gehört
zu haben.
Während einige Anwohner aussagten, die Zivilisten, die das Feuer auf die
Demonstarnten eröffnet hätten, seien „Leute aus der Gegend gewesen,
gaben andere gegenüber den Medien an, es seien Bullen in Zivil aus der
„Abdeen -Bullenwache gewesen.
Die Bullen hatten in es den seit Donnerstag andauernden
Auseinandersetzungen in Kairo bisher vermieden, „scharf zu schiesen .
Sie schossen allerdings Tränengas häufig in Kopfhöhe ab, außerdem wurde
massiv „Vogelschrot eingesetzt, beides zusammen hatte schon bis Sonntag
mindestens fünf Menschen das Leben gekostet.
Der Einsatz von „Vogelschrot wurde übrigens in offiziellen
Verlautbarungen vehement bestritten, woraufhin in záhlreichen blogs und
auch in einigen Zeitungen entsprechende Beweisphotos veröffentlicht
wurde.
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Liebig 14: Chronologie einer Räumung
In den Tagen vor der Räumung wurden Schilder aufgestellt, die das
Parken vor der Liebig 14 verbieten. In größerem Umkreis zogen es viele
Anwohner_innen vor, freiwillig ihr Auto nicht im Kiez zu parken und sich
stattdessen mit dem Taxi vor die Haustür bringen zu lassen.
Die
merkwürdige Stille, die dadurch entstand, wurde immer wieder gekreuzt
durch vorbeifliegende Hubschrauber, brummenden Wannen und klirrende
Flaschen.
Viele Leute sind die ganze Nacht vor der Räumung bei
Eiseskälte auf der Straße geblieben. Manchmal spielt Livemusik und
besänftigt blank liegende Nerven. Paar Leute versuchen sich beim Bäcker
aufzuwärmen. Viele wollten einfach da sein, auch wenn sie keinen genauen
Plan hatten, wie sie in dem scheußlichen Spektakel, das bevorsteht,
selbst aktiv werden können.
Warten? - Oder doch bei einem
Spaziergang durch's Kiez die Zeit noch nutzen? Die, die draußen sind,
haben die ganze Zeit und ganz Berlin. Für die, die drin sind in der
Liebig 14, rückt der gerichtlich festgelegt Termin der Räumung immer
näher, 8 Uhr, und es gibt noch einiges an den Barrikaden zu arbeiten.
bis 5h
In ganz Berlin werden Bewegungen von
Einsatzfahrzeugen beobachtet. Cops beginnen Leute zu kontrollieren,
behindern sie in ihrer Bewegungsfreiheit und erteilen Platzverweise. Sie
filmen bereits und lassen ihre Kampfhunde auf der Rigaerstraße frei.
Auf den Dächern der meisten umliegenden Häuser nehmen Spezialeinheiten
der Polizei mit Kletterausrüstung Stellung. Doch die Leute auf der
Straße sind nicht tatenlos. An mehreren Stellen versammeln sich laute
Gruppen, es gibt erste Barrikadenbauversuche und eine Meldung von einer
Neubesetzung in der Mühlenstraße, gegenüber vom Ostbahnhof.
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Merkel in China
Die
deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel besuchte am vergangenen
Donnerstag und Freitag China. Es war ihre erste Auslandsreise in diesem
Jahr und schon die fünfte Chinareise im Laufe ihrer Amtszeit.
Merkel
hielt in Peking eine Rede an der Chinesischen Akademie der
Sozialwissenschaften und traf den chinesischen Regierungschef Wen Jiabao
und den Staats- und Parteichef Hu Jintao. Am Freitag reiste sie in
südchinesische Industrie- und Handelsstadt Kanton, die oft als „Fabrik
der Welt“ bezeichnet wird.
Merkel wurde von einer hochrangigen
Wirtschaftsdelegation begleitet, der u. a. der Volkswagen-Chef Martin
Winterkorn, Siemens-Chef Peter Löscher in seiner Funktion als
Vorsitzender des Asien-Pazifik Ausschusses und Kurt Bock, Chef des
weltweit größten Chemiekonzerns BASF angehörten.
Die Reise ist
ein Ausdruck der immer enger werdenden wirtschaftlichen und politischen
Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der
Volksrepublik China.
In den letzten Jahren haben sich die
Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern rasant entwickelt. Vor
allem für die deutsche Wirtschaft wächst die Bedeutung Chinas. Laut dem
Ifo-Institut ist China im Jahr vergangenen Jahr nach Frankreich, den USA
und den Niederlanden zum viertwichtigsten Exportland für deutsche Waren
aufgestiegen. In diesem Jahr wird China voraussichtlich auf Platz zwei
vorrücken. Im Jahr 2010 lag China noch auf Rang sieben. Insgesamt lag
das deutsch-chinesische Handelsvolumen 2011 bei 145 Milliarden Euro.
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Griechenland: Der Sturm der Revolte explodiert
Alle haben darauf gewartet, alle haben sich darauf vorbereitet, alle haben darauf gehofft.
Während
die Troika den Druck auf die griechische Einheitsregierung erhöht, die
aus Angst vor einer unkontrollierbaren sozialen Explosion davor zögert
die neuesten Austeritätsmassnahmen anzupassen, ergreift sich das Volk
die Initiative zurück.
Vom heutigen Abend [Montag 6 Februar] an,
[...], rufen alle Gruppen der gemässigten und radikalen Linken,
Gewerkschaften, Oppositionsparteien, libertäre, autonome und
revolutionäre Gruppen einstimmig und auf unterschiedlichste Art und
Weise zu einem Volksaufstand auf: Von heute Abend 18 Uhr wird von den
verschiedenen Gruppen und Gewerkschaften in Athen und Thessaloniki dazu
aufgerufen dutzende von öffentlichen Plätzen, die Handelskammer etc. zu
besetzen um Versammlungen und Demonstrationen durchzuführen.
Ab
morgen sind 48 Stunden Generalstreik angekündigt. Und das geflügelte
Wort dreht auf allen möglichen Plattformen seine Runden: soziale
Netzwerke, Mails, Widerständige Seiten, Indymedias, Telefone, Plakate,
etc. Von heute an schon, ist das Spital in Kilki besetzt und von seinem
Personal angeeignet worden. In einer 10 pünktigen Erklärung wurde die
selbstorganisierte Wiederaneignung des Spitals und seine totale
Übernahme in Arbeiter_innen Kontrolle verkündet. Eine grosse
Generalstreik Demonstration ruft auf sich von 11 Uhr auf dem
Syntagmaplatz zu versammeln, um das Parlament zu belagern. Die Parolen
sind nachdrücklich und schwer: Zeit der letzten Stunde , Die Stunde
ist gekommen, stehen wir auf , Aufruf zum Volksaufstand und zur
Übernahme der öffentlichen Plätze , Der Kampf der letzten Chance , etc.
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Scheinselbständigkeit bei der "jungen Welt"
Die nach eigenen Angaben marxistisch orientierte Tageszeitung
junge Welt macht durch Scheinselbständigkeit, Dumpinglöhne und
Kündigungen nach Gutsherrenart auf sich aufmerksam – nicht anders als
Schlecker und Lidl.
Pünktlich zu Silvester 2011 erhielt jW-Politikredakteur Rainer
Balcerowiak seine Kündigung, nachdem er vor dem Berliner Arbeitsgericht
eine Klage wegen Scheinselbständigkeit eingereicht hatte. Balcerowiak
war zuvor elfeinhalb Jahre bei der jW tätig, mit einer 39-Stunden-Stelle
samt Urlaubs- und Lohnfortzahlungsanspruch im Krankheitsfall, aber eben
ohne Sozialabgaben. B. war weisungsgebunden und in den redaktionellen
Ablauf eingebunden – eindeutige Indizien für eine Scheinselbständigkeit,
die Arbeitgeber nutzen, um Sozialabgaben nicht zahlen zu müssen und bei
Bedarf einfacher kündigen zu können.
Ein Vorstoß von
Balcerowiak, den rechtswidrigen Zustand aufzuheben, war in der
Vergangenheit mit dem Angebot eines regulären Arbeitsvertrags von 1890
Euro brutto monatlich beantwortet worden. Für Balcerowiak hätte dies
netto eine Verschlechterung bedeutet. Andere Redakteure, die mit der
DKP-Orientierung von Geschäftsführer Dietmar Koschmieder auf einer Linie
liegen, erhalten bei der jungen Welt einige hundert Euro mehr.
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USA wollen Syrien zum Krieg provozieren
Washington
und seine imperialistischen Verbündeten in Europa beschleunigen ihre
Vorbereitungen für eine offene Militärintervention in Syrien. Nach dem
Nato-Krieg gegen Libyen im letzten Jahr und den israelischen Drohungen,
Syriens wichtigsten Verbündeten in der Region, den Iran, anzugreifen,
ist klar, dass Washington das Ziel verfolgt, den Nahen Osten neu zu
ordnen, indem es in der ganzen Region proamerikanische Regimes einsetzt.
Vertreter
der USA verurteilten das Veto von Russland und China bei der Abstimmung
über eine Resolution des UN-Sicherheitsrates gegen Syrien vom Sonntag.
Diese Resolution sollte der Vorwand für eine Militärintervention sein.
Peking und Moskau enthielten sich letztes Jahr bereits einer ähnlichen
UN-Resolution und befürchten, dass Washington früher oder später auch
gegen sie derartige Methoden anwenden wird.
Die amerikanischen
Vorbereitungen für eine Intervention in Syrien sind bereits sehr weit
fortgeschritten, und sie werden begleitet von Täuschungen und
Heucheleien, wie es sie seit der Invasion im Irak im Jahr 2003 oder im
Dritten Reich nicht mehr gegeben hat. US-Außenministerin Hillary Clinton
versuchte, die amerikanische Politik mit dem fadenscheinigen Deckmantel
einer „humanitären“ Intervention zu bekleiden und nannte die Abstimmung
im Sicherheitsrat eine „Travestie.“ Sie fügte hinzu: „Wir werden mit
den Freunden eines demokratischen Syriens in der ganzen Welt
zusammenarbeiten, um die Pläne für einen friedlichen politischen Wandel
zu unterstützen.“
Der französische Außenminister Alain Juppé
nannte die Vetos von Russland und China einen „schwarzen Fleck“ auf der
UN und fügte hinzu, dass Präsident Nicolas Sarkozy bald weitere
Initiativen gegen den syrischen Präsidenten Bashar al-Assad präsentieren
werde.
Categories: links-alternativ
Griechisches Spital unter Arbeiter_innen Kontrolle
In Kilkis, Griechenland, wurde das das lokale Krankenhaus von ihren
Angestellten (health workers) besetzt und gaben in einer Erklärung ab,
dass es sich unter völliger Kontrolle der Arbeiter_innen befindet.
Die
Arbeiter_innen reagieren damit auf die Beschleunigung des Regimes
Richtung Faschismus mit der Besetzung des Krankenhaus und mit der
Ausübung der direkten und kompletten Kontrolle durch die Arbeiter_innen.
Alles wird durch eine Arbeiter_innen Generalversammlung entschieden.
(workers general assembly)
Das Spital hat angegeben: Die
Regierung wird nicht von ihrer finanziellen Verantwortung freigesprochen
und wenn die Forderungen nicht erfüllt werden, wenden sie sich an die
lokale und gesellschaftliche Gemeinschaft um auf jede mögliche Art und
Weise das Krankenhaus zu retten das konstenlose Gesundheitswesen
zu verteidigen und die Regierung jede neoliberale Politik zu
stürzen.
Die Krankenhausarbeiter_innen werden vom 6. Februar
an nur noch Notfälle behandeln, bis ihre Löhne und geschuldeten
Beiträge bezahlt werden. Sie fordern auch die Rückkehr der Löhne auf ein
Niveau vor der Umsetzung der Austeritäts-Sparmaßnahmen.
Die folgende Erklärung wurde von den Arbeiter_innen veröffentlicht:
1.
Wir erkennen, dass die aktuellen und andauernden Probleme der Ε.Σ.Υ
(Nationales Gesundheitssystem) und verwandten Organisationen nicht mit
spezifischen und isolierten Forderungen, unserem Interesse zu dienen,
gelöst werden können, da diese Probleme ein Produkt der allgemeinen
anti-populären Regierungspolitik und des dreisten globalen
Neoliberalismus ist.
Categories: links-alternativ
Das Pentagon lässt eine stärkere Bombe für den Krieg gegen den Iran entwickeln
Das Pentagon lässt seine stärkste Bunkerbrecher-Bombe
weiterentwickeln, damit auch besonders tief verbunkerte iranischen Atomanlagen damit
zerstört werden können.
WASHINGTON - Kriegsplaner des Pentagons sind zu dem
Schluss gekommen, dass ihre größte konventionelle Bombe die tief verbunkerten
(Atom-)Anlagen des Irans nicht zerstören kann; deshalb sind sie nach Angaben
Beteiligter darum bemüht, sie noch schlagkräftiger machen zu lassen.
Die 30.000 Pounds (13,608 t) schwere
Bunkerbrecher-Bombe mit dem offiziellen Namen Massive
Ordnance Penetrator / MOP (Schwere Eindringbombe, weitere Infos dazu unter http://de.wikipedia.org/wiki/Massive_Ordnance_
Penetrator
) wurde speziell zur Zerstörung
gehärteter (unterirdischer) Bunker gebaut, mit denen der Iran und Nordkorea ihre Atomprogramme schützen.
Erste Tests haben ergeben, dass mit der derzeit
konfigurierten Bombe einige der iranischen Anlagen wegen ihre Lage tief unter
der Erde, oder weil sie noch stärker befestigt wurden, nicht zerstört werden
könnten.
Wegen Zweifeln an der Wirksamkeit der MOP hat das
Pentagon in diesem Monat
einen geheimen Antrag an den Kongress gerichtet, in dem die Bewilligung von Mitteln zur Verstärkung der Bombe gefordert
wird, damit sie noch tiefer in Fels, Beton und Stahl eindringen kann, bevor sie explodiert.
Nach Aussage von US-Offiziellen ist die Erhöhung der Durchschlagskraft der
MOP Teil der Vorbereitungen für einen Militärschlag gegen das iranische
Atomprogramm.
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Sri Lanka: Schikanen gegen Protestbewegung
Eine Buskolonne mit AktivistInnen wollte von Colombo
nach Jaffna, um gegen die Verschleppung zweier Mitglieder der „Bewegung
für den Volkskampf (MPS, die sich vor kurzem von der JVP abgespalten
hatte) zu protestieren. Sie wurde von der Armee gestoppt, durchsucht und
am Weiterfahren gehindert. Die Armee hat den Norden der Insel immer
noch im Griff.
Augenzeugenbericht
Palihenage Don Saranapala, der Generalsekretär der Vereinten
Gewerkschaft im Gesundheitswesen und Mitglied der SPSL fuhr in der
Kolonne mit und gibt einen Augenzeugenbericht:
„1.000 Leute waren am Konvoi von Bussen und Lastkraftwagen beteiligt.
Neben Mitgliedern der MPS waren Delegationen der Anwaltsvereinigung,
Bürgerrechtsgruppen, Gewerkschaften und politischen Organisationen wie
SPSL und NSSP (Sektion der IV. Internationale) vertreten. Hintergrund
für diese Aktion war der Protest gegen die Verschleppung von Lalith
Kumar und Kugan Muruganandan und hunderter von TamilInnen am Ende des
Bürgerkriegs. Hier sollte praktisch gezeigt werden, dass zwischen dem
Norden und Süden und den sinhalesischen und tamilischen Gemeinschaften
wieder Verbindungen hergestellt werden sollen.
Wir verließen Colombo am Abend des 16. Januar 2012. Am nächsten
Morgen wurde die Kolonne vier Kilometer vor Vavuniya von der Polizei mit
dem Vorwand angehalten, dass die folgende Strecke wegen der zerstörten
Murukandi-Brücke unpassierbar wäre. Nach einer Stunde durfte der Konvoi
weiter fahren, wurde aber bei Joseh Camp, zwei Kilometer vor Vavuniya,
erneut nicht durchgelassen und kurz danach am Polizeihauptquartier.
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Neue Zahlen zur Kinderarmut: Perspektive: Hoffnungslosigkeit
Neue
Statistiken der Bundesanstalt für Arbeit und eine Studie der
Bertelsmann-Stiftung belegen angeblich eine positive Entwicklung bei der
Kinderarmut. In Wahrheit unterstreichen sie einen ganz anderen Trend.
Die
Bundesagentur für Arbeit (BA) hat in der vergangenen Woche neue Zahlen
zur Kinderarmut veröffentlicht. Aus ihnen geht hervor, dass der Anteil
von Kindern unter fünfzehn Jahren aus Hartz-IV-Haushalten vom September
2006 bis zum September 2011 um 257.000 oder 13,5 Prozent gesunken ist.
Eine in dieser Woche veröffentlichte Studie der Bertelsmann-Stiftung
kommt zu dem Ergebnis, das 2010 in Deutschland weniger Kinder unter drei
Jahren in Armut lebten als noch ein Jahr zuvor.
Bundesarbeitsministerin
Ursula von der Leyen (CDU) griff die Zahlen sofort auf, erklärte sie
zur „Trendwende“ und behauptete kategorisch: „Die Kinderarmut sinkt“.
Heinz
Hilgers, Präsident des Kinderschutzbundes, meldete Zweifel an: „Seit
dem Jahr 2006 gibt es fast 750.000 Kinder unter fünfzehn Jahren weniger
in unserem Land. Wenn es also immer weniger Kinder gibt, so ist es keine
Überraschung, dass in absoluten Zahlen betrachtet auch immer weniger
Kinder von Sozialleistungen leben.“
Auch der Hauptgeschäftsführer
des Paritätischen Gesamtverbandes, Ulrich Schneider, mischte sich in
die Debatte ein und sagte gegenüber dem Hamburger Abendblatt:
„Fakt ist, dass wir bei allem statistischen Auf und Ab kaum weniger
Kinder in Hartz IV haben als bei der Einführung dieses Gesetzes im Jahr
2005. Jedes siebte Kind war es damals und ist es heute. Absolut kein
Grund, Erfolge zu feiern.“
Categories: links-alternativ
Report der arabischen Beobachter: Imperialistische Freie syrische Armee" für Terror ...
Categories: links-alternativ
Europa unter dem Diktat der Banken
Kennzeichnend
für den EU-Gipfel am Anfang der Woche waren nicht die Beschlüsse, die
am Ende gefasst wurden, sondern der Vorschlag, der letztlich
fallengelassen wurde.
Im Vorfeld des Gipfels hatte Deutschland
durchsickern lassen, dass es die Einsetzung eines EU-Haushaltskommissars
für Griechenland fordern werde. Dieser sollte als Voraussetzung für
weitere Kredite die Vollmacht haben, die griechische Haushaltspolitik zu
überstimmen. Griechenland müsse die Rückzahlung seiner Bankschulden als
oberste Priorität setzen, die schon ohne die 145 Mrd. Euro, die es
wahrscheinlich demnächst benötigen wird, bei 350 Mrd. Euro liegen. Es
könnte seinen Schuldnern nicht mit einem Staatsbankrott drohen und
müsste alle Kürzungen akzeptieren, die von Finanzinstitutionen gefordert
werden, selbst wenn die Banken vereinbarte Bailout-Tranchen
zurückhalten sollten.
Eine deutsche Regierungsquelle sagte, dass
der Vorschlag auch auf andere problematische Mitglieder der Eurozone
abziele, die Hilfen erhalten, wie Spanien, Portugal, Irland und Italien.
Der
Vorschlag traf in Griechenland auf große Empörung. Er ging einher mit
Vorschlägen der EU und des IWF einher, weitere 150.000 Arbeitsplätze im
öffentlichen Dienst zu streichen, im ganzen öffentlichen Bereich
Kürzungen und Schließungen durchzuführen und den mageren Mindestlohn von
750 Euro zu kürzen.
Der Vorschlag wurde im letzten Moment wieder
in die Schublade zurückgelegt, weil er politisch zu entlarvend war. Er
hätte für jedermann sichtbar enthüllt, dass die europäischen Regierungen
im direkten Dienst der Finanzelite stehen und dass man in keinem
vernünftigen Sinne mehr von demokratischen Verhältnissen sprechen kann.
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Söldner gegen die Zukunft oder "Die einzige Demokratie im Nahen Osten".
Ende 2011 hat der Melzer Verlag ein überaus
wichtiges aus zwei CDs bestehendes Hörbuch zum Zionismus und
dessen staatlicher Gestalt, Israel, herausgegeben. Die leider bis
dato nicht gedruckt für
die Öffentlichkeit vorliegenden Texte werden von den Schauspielern
Beate Himmelstoß und Jürgen Jung gesprochen. Musikalische
Einsprängsel sind solche der Gruppe „Embryo .
Von Bedeutung ist m.E. insbesondere der 1. Teil
(CD I). Hier werden alle
grundlegenden Mythen des Zionismus und sympathisierender
nicht-jüdischer Strömungen an Hand eindeutiger Zitate
zionistischer Führer wie David Ben Gurion und israelischer
Wissenschaftlicher wie Shlomo Sand widerlegt. So etwa die
Behauptung, die Mehrzahl der Juden seien im Jahre 70 n.Chr. aus
ihrem Land in Palästina vertrieben worden und nun 2000 Jahre
später zurückgekehrt.
Weder gibt es einen historischen Beleg für
die Massenvertreibung noch sind die „Zurückgekehrten überwiegend
die Nachkommen derer, die damals und später ihre nahöstlichen
Heimat verlassen haben. Da das Judentum die erste große
Bekehrungsreligion war, ist davon auszugehen, dass die Mehrzahl
der heutigen muslimischen oder christlichen Palästinenser in der
Antike Juden waren - worauf bereits 1918
David Ben Gurion, der erste
israelische Ministerpräsident, und der
spätere 2. Staatspräsident Israels Jitzchak Ben Zwi in einem gemeinsam
herausgegebenen Buch aufmerksam gemacht haben - und dass
andererseits die Mehrzahl der seit dem 19. Jahrhundert nach
Palästina ausgewanderten europäischen Juden einst andere
Religionszugehörigkeit hatten. Insbesondere stellen die Juden
keine biologisch definierte Ethnie dar. Die Zugehörigkeit zum
Judentum allerdings auf die Religion zu begrenzen, scheint mir zu
kurz gegriffen.
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NATO-Krieg in Afghanistan: Kein Ende der Besatzung
Der Bundestag hat am 26. Januar wieder einmal mit überwältigender
Mehrheit den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan verlängert. Seit mehr
als 10 Jahren befinden sich damit NATO und Bundeswehr im Krieg. Trotz
gebetsmühlenartig vorgetragener „Abzugspläne und den viel beschworenen
„zivilen Lösungen widerspricht die reale Entwicklung diesen politischen
Nebelkerzen.
Von 2001 bis heute
Im Oktober 2001 begann der Afghanistankrieg, unterstützt von der
„Koalition der Willigen , an der sich damals praktisch alle wichtigen
Mächte der Welt beteiligten. Im Dezember 2001 wurde erstmals der „Sieg
verkündet, Kabul war von der Nordallianz eingenommen und eine
„provisorische Regierung eingesetzt worden.
Damals wurde ein Großteil des westlichen Kampfeinsatzes von der
US-geführten Operation „enduring freedom geleistet. Die endgültige
Niederschlagung der vertriebenen Taliban-Regierung und ihrer
KämpferInnen wurde als nur relativ kurzfristige Angelegenheit
hingestellt. Der Afghanistan-Einsatz sollte als Modell für zukünftige
Kriege zur Neuordnung der Welt herhalten, als glorreicher Auftakt einer
längeren Reihe rasch und erfolgreich geführter „Kriege gegen den
Terror .
Von diesen neo-konservativen Phantasien ist nach dem Irak-Krieg und nach
über 10 Jahren Krieg und Besatzung in Afghanistan wenig geblieben. Eine
grundlegende Änderung der Kriegspolitik hat es aber auch unter Obama
nicht gegeben.
Im Gegenteil! Im September 2011 hatte die NATO 130.670 SoldatInnen in
Afghanistan stationiert. Davon entfielen 90.000 auf die USA (die
außerdem noch 10.000 durch „enduring freedom und 18.000 „private
Sicherheitskräfte im Land hat). Deutschland stellte mit 4.998 Männern
und Frauen das drittgrößte Kontingent (nach 9.500 aus Britannien).
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Münchner Sicherheitskonferenz: Ischinger fordert deutsches Europa
Spätestens seit dem Ausbrauch der Eurokrise
beansprucht Deutschland ganz offen die Vormachtstellung in der
Europäischen Union - und reißt damit im Handstreich einen der Eckpfeiler
ein, der das Staatenbündnis bis dato zusammenhielt.
So schreibt etwa
der Nachrichtendienst Strategic Forecast: „Das Paradigma, das zur
Gründung der Europäischen Union führte - dass Deutschland angeleint und
eingedämmt würde - verändert sich. Deutschland hat nicht nur seine
Stimme wiedergefunden, es beginnt damit, seine nationalen Interessen zu
formulieren und an ihnen festzuhalten. [...] In Deutschland hat sich ein
Konsens herausgebildet, dass es an Deutschland sei, die Regeln der
Eurozone neu zu gestalten. Als Ankermitglied der Europäischen Union hat
Deutschland hierfür gute Argumente. Aber das war nicht die ‚Union‘, der
sich der Rest Europas verschrieben hat. [1] Europa steht inzwischen ganz
offen unter „deutscher Fuchtel , wie auch Stephan Kaufmann kürzlich in
den Blättern für deutsche und internationale Politik kritisierte.[2]
Kaum verwunderlich ist es, dass dieser Dominanzanspruch keineswegs in
allen EU-Hauptstädten auf ungeteilte Begeisterung stößt. Der Ärger über
die nassforsche Art ist teils erheblich. „Großbritannien wird niemals
eine deutsche Führungsrolle akzeptieren , so etwa ein Artikel der „Group
on Grand Strategy , ein Zusammenschluss europäischer Geopolitiker.[3]
Auch Mark Leonard, Chef des einflussreichen „European Council on Foreign
Relations , machte unlängst seinem Ärger überdeutlich Luft[4], während
Romano Prodi, ehemaliger italienischer Ministerpräsident und
Ex-EU-Kommissionschef, die neue europäische Hackordnung folgendermaßen
beschreibt: „Früher war es so, dass Frankreich die politische und
Deutschland die ökonomische Führung innehatte. Jetzt entscheidet die
Dame (Kanzlerin Angela Merkel) und (der französische Präsident) Sarkozy
hält eine Pressekonferenz, um ihre Entscheidungen zu erklären. [5]
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Rotierende US-Einheiten: Eine neue Möglichkeit, in Europa Präsenz zu zeigen
Die rotierenden Einheiten, die zwei aus der Bundesrepublik Deutschland abziehende US Brigaden ersetzten sollen, könnten aus den USA auch direkt zu Truppenübungsplätzen in Osteuropa oder zu Einsätzen in Afrika beordert werden.
STUTTGART, Deutschland - Die Truppenübungsplätze in Bulgarien sind jetzt leer; rotierende US-Einheiten, die im Lauf des Jahres dort eintreffen sollen, um mit den Verbündeten zu üben, werden aber veränderte Trainingsmöglichkeiten vorfinden.
Wenn sie im Sommer dort auftauchen, werden wir auch Zielscheiben für sie haben, sagte Will Alston, der Chef eines Expeditionsteams der Regional Training Support Division (der Unterstützungsabteilung für ausgelagertes Training) in Gra fenwöhr, Deutschland. Wir sind jetzt bestens vorbereitet.
Die Erfahrung dieser aus sechs bis acht Soldaten bestehenden Teams wird immer wichtiger, weil die Army mit aus den USA nach Europa rotierenden Einheiten die beiden noch hier stationierten Brigaden ersetzen will, die das Pentagon wegen der Haushaltskürzungen abziehen wird.
Im Rahmen der Neuorganisation der Struktur der US-Streitkräfte in Europa sollen weiter hin hier stationierte Unterstützungseinheiten dafür sorgen, dass die aus den USA nach Europa rotierenden Einheiten hier ausgebildet und trainiert werden können. Das bedeutet auch eine Herausforderung für die US-Kommandeure in Europa, die über weniger Soldaten verfügen werden und einen Weg finden müssen, mit rotierenden Einheiten ihre bisherigen Aufgaben erfüllen zu können.
Categories: links-alternativ
