Flugblatt

Zum §129-Prozess gegen Axel, Florian und Oliver in Berlin

Am 25. September beginnt vor dem Berliner Kammergericht (OLG) ein Staatsschutzprozess gegen die Genossen Axel, Florian und Oliver. Der Vorwurf lautet: Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, konkret: militante gruppe (mg), und versuchte Brandstiftung, konkret: sie hätten Bundeswehrfahrzeuge auf dem Gelände der MAN AG in Brandenburg/Havel angezündet.



Veranstaltung zum Berliner Verfahren gegen vermeintliche Mitglieder der „militanten gruppe“ (mg)am 16. Mai 2008 in Frankfurt/Main

Veranstaltung zum Berliner Verfahren gegen vermeintliche Mitglieder der „militanten gruppe“ (mg)
mit: Einstellungsbündnis Berlin und einem Beschuldigten
Freitag, 16. Mai 2008, 19.30 Uhr
Dritte Welt Haus Frankfurt (Bockenheim), Falkstr. 74



Flugblatt von Libertad! zu den Verhaftungen und Verfahren im Zusammenhang mit der "militanten Gruppe (mg)"

lib150907demo_0.jpgAm 31. Juli 2007 wurden Axel. Florian und Oliver nach einem versuchten Brandanschlag auf MAN-Bundeswehrfahrzeuge in Brandenburg verhaftet. Sie sind seit dem im Knast. Nach Hausdurchsuchungen in Berlin u.a. Städten wurde mit Andrej H. ein weiterer Linker vorrübergehend inhaftiert. Mit verschiedenen §129a-Verfahren versucht die Bundesanwaltschaft die "militante gruppe" (mg) einzukreisen. Die Repression zielt auf linke Politik.



Libertad!-Stellungnahme zu den BKA-Durchsuchungen gegen den G8-Widerstand am 09.05.2007

Von der Razzia gegen den G8-Widerstand war auch das Gemeinschaftsbüro von Libertad!-Berlin und Antirassistische Initiave (ARI) im Berliner Bethanien betroffen. Gegen drei Libertad!-Mitglieder läuft eines der Ermittlungsverfahren, mit denen sich das BKA die Durchsuchungsbeschlüsse besorgt hatte. Auch aus diesem Grund nimmt Libertad! zu dieser Sorte polizeilicher Gipfelvorbereitung Stellung. Siehe auch die auf diese Stellungnahme bezogene Pressemitteilung

Libertad!-Presseerklärung 10.05.2007 In einer Erklärung [node:51] nimmt die Solidaritätsorganisation Libertad! Stellung zu den Durchsuchungen des Berliner Libertad!-Büros, bei Mitgliedern der Organisationen und weiteren Projekten und Wohnungen in Berlin, Hamburg und Bremen am vergangenen Mittwoch. Libertad! charakterisiert die Razzia als Angriff auf den immer breiter werdenden G8-Protest und Widerstand. Die eingeleiteten Ermittlungsverfahren nach §129a ("terroristische Vereinigung") seien fadenscheinig und dienten allein dem Zweck "Observationen, Verhöre, Lauschangriffe, Durchsuchungen u.a. polizeiliche Schikanen" zu begründen. Den staatlichen Behörden ginge es drei Wochen vor dem "herrschaftlichen Großevent" G8-Gipfel in Heiligendamm darum, "die Gegenaktivitätem zu stören, die vorbereitenden Strukturen lahmzulegen und die Aktivist/innen zu kriminalisieren". "Verdächtig sind unsere Mitglieder von vornherein, weil sie langjährige linke Aktivisten sind", sagte Pressesprecher Hans-Peter Kartenberg zu dem gegen drei Berliner Libertad!-Mitglieder laufenden Ermittlungsverfahren. "Der Durchsuchungsbeschluss ist ein gutes Beispiel dafür, wie Bundesanwaltschaft und BKA §129a-Verfahren konstruieren. Es gibt keinen Beweis, sondern nur Behauptungen einer spekulativen so genannten 'vergleichenden Textanalyse'." So würde, führte Hans-Peter Kartenberg weiter aus "eine Mitgliedschaft der Beschuldigten bei der 'militante(n) gruppe' (mg) wegen angeblicher 'paralleler Thematiken', sprich Antikapitalismus, Antiimperialismus, Solidarität" behauptet. Libertad! äußert in ihrer Stellungnahme die Gewißheit, dass das Verfahren "wie so gut wie alle entsprechenden Verfahren sang- und klanglos eingestellt (wird) sobald es seinen Zweck erfüllt hat". Der Pressespecher verwies als Beispiel auf die Online-Demonstration gegen das Abschiebegeschäft der Lufthansa. Auch dort wurde versucht, über ein Verfahren gegen Libertad! den Protest zu kriminalisieren. Libertad! ruft weiter zu Protest und Widerstand gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm auf. Wenn denn diese Gegenmobilisierung eine "terroristische Vereinigung" ist, bekennt sich Libertad! in ihrer Stellungnahme "freimütig und in allen Offenheit" zu ihr. Auch wird angekündigt die Anstrengungen fortzusetzen und zu verstärken. Hans-Peter Kartenberg siehe auch: Erklärung von Libertad! von November 2003 "[node:53] - Zu den Pressemeldungen über die 'Enttarnung der Anführer der militanten gruppe (mg)'" Siehe auch: http://www.sooderso.de/subdomains/badkleinen/texte/mg-nicht-enttarnt.htm. Dort auch weitere Texte. Kampagne Libertad! Falkstr. 72-74, D-60487 Frankfurt eMail: kampagne (at) libertad.de Internet: www.libertad.de


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