Nachrichtenticker: Mainstream

Träumer im Muhammad-Ali-Center Was taugt das amerikanische Ryder-Cup-Team ohne Tiger Woods? Noch rätselt die Fachwelt

Süddeutsche Zeitung - 13. Dezember 1901 - 20:45

Louisville/München - Es brauchte 50Jahre, um den Ryder Cup zu der Großveranstaltung zu machen, die er heute ist. Jetzt, mit 81 Jahren, steckt er in der Midlife-Krise. Spannung bis zum letzten Putt, das Gleichgewicht der Kräfte zwischen USA und Europa haben das Turnier zum TV-Hit gemacht. Es war Bernhard Langer, der 1991 am 18. Grün von Kiawah Island in die Knie ging, als ein Ball aus weniger als zwei Metern im entscheidenden Match gegen Hale Irwin das Loch verpasste und die Amerikaner den Platz als Sieger verließen. Ein Höchstmaß an Stress im letzten Match am letzten Loch - das lässt sich im Fernsehen blendend vermarkten. Fernsehstationen zahlen deshalb Unsummen für die Übertragungsrechte, der Ryder Cup ist finanziell zu einem Spitzenprodukt geworden. mehr...

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Pilgerreise nach Florida Jüdische Stimmen im US-Wahlkampf / Von Rafael Medoff

Süddeutsche Zeitung - 13. Dezember 1901 - 20:45

Bei Umfragen im Frühjahr hatten sich zwischen 61 und 65 Prozent der jüdischen Wähler für den Kandidaten der Demokraten, Senator Barack Obama, ausgesprochen. Im Laufe des Sommers aber gerieten diese Zahlen ins Rutschen. Einer Gerstein/Agne-Umfrage zufolge lag die Zustimmungsrate für Obama unter jüdischen Wählern im Juli bei 58 Prozent, während eine vergangene Woche veröffentlichte Umfrage des American Jewish Committee 57 Prozent ergab. mehr...

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Boll und Süß erschmettern Gold EM-Erfolg in sieben Sätzen gegen Schlager/Keen

Süddeutsche Zeitung - 13. Dezember 1901 - 20:45

St. Petersburg (SZ) - Timo Boll und Christian Süß sind zum zweiten Mal Tischtennis-Europameister im Doppel. Die Titelverteidiger besiegten im Finale von St. Petersburg Werner Schlager und Trinko Keen (Österreich/Niederlande) nach 1:3-Satz-Rückstand noch mit 4:3. Das Duo aus Düsseldorf hatte bereits im Vorjahr in Belgrad das Europameisterschafts-Finale gewonnen. Für den Deutschen Tischtennis-Bund war es nach dem Team-Erfolg der Männer bereits die zweite Goldmedaille in St. Petersburg. mehr...

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Milchpulver und Salamitaktik China gerät beim Skandal um 6240 kranke Babys in Erklärungsnot

Süddeutsche Zeitung - 13. Dezember 1901 - 20:45

Peking - Der Skandal um vergiftetes Milchpulver in China weitet sich aus. Ein dritter Säugling sei gestorben, 6244 Babys seien erkrankt, sagte Chinas Gesundheitsminister Chen Zhu am Mittwoch in Peking. Damit hat sich die Zahl der Opfer seit Wochenbeginn vervielfacht, was jedoch nicht auf neue Erkrankungen, sondern auf die zögerliche Informationspolitik der Chinesen zurückzuführen ist. Die Regierung in Peking war diesmal erst aktiv geworden, nachdem die neuseeländische Ministerpräsidentin Helen Clark öffentlich auf erste Erkrankungen in Neuseeland hingewiesen hatte. mehr...

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Wahlkonvent mit Starpower Die US-Parteitage zwischen Popfestival und Oscar-Nacht

Süddeutsche Zeitung - 13. Dezember 1901 - 20:45

Es gibt wohl kaum etwas Glanzloseres und Trockeneres als Wahlkämpfe und Parteitage in Deutschland. Wer tritt da auf? Die schlimmen Scorpions, Jazzkantine, Günter Grass. Wie anders das Bild in den USA, wo der am Montag eröffnete Wahlkonvent der Demokraten über weite Strecken an ein Popfestival erinnern wird - oder an die Oscar-Nacht. mehr...

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Zerbröselt im Internet Prekäre Zukunft des Urheberrechts

Süddeutsche Zeitung - 13. Dezember 1901 - 20:45

Das Urheberrecht schützt das geistige Eigentum: Es soll den Schriftstellern, Musikern, Sängern und Komponisten einen Verdienst an ihren Werken sichern. Doch dieses Urheberrecht zerbröselt im Internet, es wird zerrieben in den Tauschbörsen. Das geistige Eigentum ist heute so flüchtig wie nie: "Geistig" bezeichnet heute nicht nur die investierte Substanz, sondern auch den Aggregatzustand dieses Eigentums. mehr...

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Begehrte Bankkunden

Süddeutsche Zeitung - 13. Dezember 1901 - 20:45

Wenn die Deutsche Bank ihr jetzt offen bekundetes Interesse an der Postbank in die Tat umsetzt, riskiert sie viel. Sie erhält zwar dank der zahlreichen Postbank-Filialen einen breiten Zugang zu privaten Kunden. Sie engagiert sich aber im Massengeschäft, in dem sich nur schwer Geld verdienen lässt - oder nur um den Preis eisenharten Sparens. Das wiederum wird die Deutsche Bank, deren Image unter früheren Hochnäsigkeiten und Ausrutschern ihres Führungspersonals leidet, in der Öffentlichkeit nicht beliebter machten. Von allen Fusions- oder Übernahmeplänen, die die Bank in den vergangenen Jahren erwogen oder gar umgesetzt hat, ist die Postbank-Variante die am wenigsten prickelnde. Sie ist vor allem eines: politisch gewollt. mehr...

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Herr Rabe und die Honorare Warum die ARD Probleme hat, Gäste ins Studio zu bekommen

Süddeutsche Zeitung - 13. Dezember 1901 - 20:45

Matthias Steiner hat es richtig gemacht, findet ARD-Mann Werner Rabe. Nach seinem Olympiasieg am Dienstag hatte der Gewichtheber die Chance, aus dem Schatten der medialen Aufmerksamkeit heraustreten. Und er tat es. "Der hat einen Marathon durch alle Sendungen gemacht", erzählt Rabe am Mittwochabend Pekinger Zeit. Wenn nur alle so unkompliziert wären wie der nette, schwere Hantelstemmer - so klingt es bei Rabe, dem Sportchef des Bayerischen Rundfunks. In Peking ist es seine Aufgabe, Studiogäste für die ARD zu besorgen. Eine Arbeit, die ihm diese Woche ungewollte Aufmerksamkeit beschert hat. Am Dienstag in der Bild-Zeitung hatte er sich über die Schwimmerin Britta Steffen beschwert, die einen Auftritt bei Waldi& Harry absagte, weil sie nach sechs Stunden Interviews erschöpft gewesen sei. Ein Satz Rabes erregte Aufsehen: "Wir zahlen schließlich Geld, eine Pauschale, für Interviews während Olympia." mehr...

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Im Westen was Neues "Der Popolski Show": Es gibt im deutschen Fernsehen doch noch Unterhaltungskunst, man muss sie nur finden

Süddeutsche Zeitung - 13. Dezember 1901 - 20:45

Es gab mal eine Zeit, da galt die WDR-Unterhaltung als Brutstätte ungehemmter Kreativität, wilder Experimente und stilbildender Wagnisse. Das ist vorbei. Heute finden sich solche Urteile über die Kölner Anstalt nur noch in archäologischen Abhandlungen, die von der TV-Steinzeit handeln, von Sendungen wie Bios Bahnhof, der Off-Show oder Schmidteinander. mehr...

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Design fürs Leben Jiri Menzel hat Bohumil Hrabals Roman "Ich bediente den englischen König" verfilmt

Süddeutsche Zeitung - 13. Dezember 1901 - 20:45

Jede Einstellung ist ausgesprochen delikat in diesem Film, jeder einzelne Moment wird ausgekostet. Ganz in der Tradition des Prager Kino-Frühlings der Sechziger, als der herrschende Realsozialismus - durchbürokratisiert, weltfremd, lustfeindlich - mit ungeahnter Sinnlichkeit konfrontiert wurde. Das Kino als der Ort von Überfluss und Überschwang, natürlicher Feind aller politischen und ökonomischen Systeme, die Ordnung schaffen durch Entsagung und Verzicht, Beschränktheit und Verdrängung. mehr...

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Verwahrlosung im Blut Endlich wieder ein bayerischer Western - "Räuber Kneißl"

Süddeutsche Zeitung - 13. Dezember 1901 - 20:45

"De Woch' fangt ja scho guad o", soll der inhaftierte Kneißl gesagt haben, als man ihm im Februar 1902 die Nachricht vom abgelehnten Gnadengesuch überbrachte und die Vollstreckung des Todesurteils (Hinrichtung durch die Guillotine) nicht mehr zu verhindern war. Die Woche fängt ja gut an, eine coole Reaktion, die aber historisch nicht bezeugt ist. Sie gehört zur Legendenbildung, die den Räuber Kneißl gern zum tolldreisten Robin Hood oder zum charismatischen Anarcho-Rebellen stilisieren mag. Im Film sagt er diesen Satz nicht, da zieht er sich verzweifelt an Gittern des Kerkerfensters hoch und bricht zusammen. mehr...

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Das Ende der Pferderomantik Von Claudio Catuogno

Süddeutsche Zeitung - 13. Dezember 1901 - 20:45

Woran liegt es gleich nochmal, dass die Vertreter aus dem Pferdeland Deutschland immer so viele Medaillen abgreifen? Ah ja, richtig: an ihrer Professionalität. Das ist jedenfalls die Version, mit der sie gerne die Werbetrommel rühren: Nirgends wird der Reitsport mit so viel Akribie betrieben wie im Land der Winklers, Schockemöhles und Beerbaums. Nach Hongkong haben sie extra ein Schiff mit Futter und Equipment geschickt, damit sich die Pferde bei Olympia wie zuhause fühlen. Doch dieser hohe Standard wendet sich nun, da von Christian Ahlmanns Pferd Cöster ein Dopingbefund vorliegt, gegen die deutsche Equipe. Wer glaubt ihnen jetzt noch die Version vom dummen Versehen, vom tölpischen Tierarzt, vom kontaminierten Stall? Wo doch jede Salbe registriert, jeder Strohsack mit deutscher Gründlichkeit versiegelt wurde? mehr...

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Umbau in Gütersloh Bertelsmann steigt endgültig aus dem Musikgeschäft aus

Süddeutsche Zeitung - 13. Dezember 1901 - 20:45

Das Büro des Vorstandsvorsitzenden von Bertelsmann liegt im zweiten Stock der Zentrale in Gütersloh. Der Blick geht hinaus auf einen großen Teich und die gegenüberliegende Bertelsmann-Stiftung. Hartmut Ostrowski, 50, hat dieses Büro Anfang diesen Jahres von Gunter Thielen übernommen, verändert hat er an der Einrichtung nur wenig. Dafür verändert er den Konzern - radikaler und schneller, als es in den vergangenen Jahren in Gütersloh üblich war. mehr...

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Hinrichtungsvideos von Saddam Hussein: Die zwei Leichen des Diktators

Süddeutsche Zeitung - 13. Dezember 1901 - 20:45

Die Analyse des "offiziellen" und des "inoffiziellen" Films der Saddam-Exekution zeigt, dass es sich um eine perfekte Inszenierung aus zwei Blickwinkeln handelt. mehr...

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Clip-Kritik: Sein letzter Mix

Süddeutsche Zeitung - 13. Dezember 1901 - 20:45

Der iPod liebt Überraschungen, heißt es in der Apple-Werbung. Mal sehen, was er von dieser hält: Mixer gegen MP3-Player, wer gewinnt? - "Will it Blend?", das Internetvideo der Woche. mehr...

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Das Internetvideo der Woche: Die Ballade vom kühnen Kaninchen

Süddeutsche Zeitung - 13. Dezember 1901 - 20:45

Es gilt als harmlos und als ein bisschen feige: Doch in "Rabbit VS Snake" beweist ein Kaninchen einer Schlange, dass es keinesfalls unterschätzt werden sollte. mehr...

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Clip-Kritik: Bei Anruf Wahnsinn

Süddeutsche Zeitung - 13. Dezember 1901 - 20:45

Warnung vor dem gelangweilten Komponisten! Mitten in der Nacht klingelt er Leute aus dem Bett und spielt ihnen seine Lieder vor: "The Touchtone Genius", das Internetvideo der Woche. mehr...

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Die Turniermannschaft Rumänien : Immer den Gefühlen folgen

Süddeutsche Zeitung - 13. Dezember 1901 - 20:45

Sankt Gallen - Deutschland hat sich über die Jahre den Ruf erarbeitet, über eine Turniermannschaft zu verfügen. Mit Abstrichen trifft das wohl auch auf Italien zu, doch gibt es noch eine kleine Fußballnation aus dem Südosten Europas, die dieses Attribut ebenfalls verdient: Rumänien. Eine Turnier-Vorrundenmannschaft, sollte man vielleicht präziser sagen. Sieben Mal nahmen die Rumänen an einer Weltmeisterschaft teil, nur einmal, 1934, sind sie in der Gruppenphase ausgeschieden. Prominente Konkurrenten störten Rumänen noch nie. mehr...

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